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Atlas "Theatrum
Orbis Terrarum" des Abraham Ortelius
Der Theatrum Orbis
Terrarum des flämischen Gelehrten und Kartographen Abraham
Ortelius (1527-1598) gilt als erster richtiger Atlas der
Geschichte, da dieser die erste systematische und umfassende
Sammlung von einheitlichen Landkarten war. Auf der Rückseite
jeder Landkarte gab es eine Beschreibung der einzelnen Regionen
und Länder, sowie Angaben zu deren Klima, Gastronomie, Gebräuche,
usw.
Die zeitgenössischen Gelehrten des Ortelius, wie Gerardus
Mercator oder Georg Braun und viele Andere, lobten den Theatrum
wegen seiner außerordentlichen Genauigkeit und begannen dessen
Format nachzuahmen. Auf diese Weise hielt das Konzept des
“Atlas” Einzug in die Kartographie.
1575 ernannte Phillip II. von Spanien (dem Ortelius sein Werk
gewidmet hatte) ihn zum "Königlichen Kosmographen Seiner
Majestät". Es wird behauptet, dass besagter König immer sein
eigenes Exemplar des Ortelius-Atlas zur Hand hatte, vielleicht
um neue Orte zur Eroberung zu suchen oder vielleicht um sein
riesiges Reich besser kennen zulernen, von dem er viele Länder
nie persönlich kennen lernen konnte.
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